Springfields Einwohner

Homer Jay Simpson

 

Homer Jay Simpson [?ho?m?] ist eine der Hauptfiguren der Zeichentrick-Fernsehserie Die Simpsons. Im Original wird der Charakter von Dan Castellaneta, in der deutschen Übersetzung von Norbert Gastell synchronisiert.

Die Figur vereinigt mehrere Stereotypen der US-amerikanischen Arbeiterklasse, etwa Übergewicht, Faulheit, Intoleranz, Inkompetenz und Gedankenlosigkeit. Die Komplexität des Charakters, der trotz seiner Herkunft aus der Unterschicht zahlreiche bemerkenswerte Erfahrungen im Verlauf der Serie macht, trug dazu bei, dass er nach Meinung etwa der Sunday Times als eine der beliebtesten humoristischen Kreationen der Gegenwart angesehen wird.[1]

Dan Castellaneta gewann für die Synchronisation des Homer zahlreiche Preise, darunter drei Emmys.[2]

Marge Simpson

Die Figur der Marjorie „Marge" Simpson (geb. Bouvier) wird im Original von Julie Kavner gesprochen. Bis Mitte Staffel 17 wurde sie in der deutschen Fassung von Elisabeth Volkmann synchronisiert, nach Volkmanns Tod im Juli 2006 von Anke Engelke.

Marge ist Homers Ehefrau und die Mutter von Bart, Lisa und Maggie. Die am 1. Oktober 1950 geborene[1], aber ewig 34-Jährige trägt ihre blauen Haare in einer hohen Turmfrisur. Marges Standardkleidung besteht aus einem grünen, trägerlosen Kleid, zu welchem sie eine rote Kugelkette trägt. Im Bett trägt sie in der Regel ein lila Nachthemd und eine Haube über ihrer Turmfrisur. Sie verbringt die meiste Zeit zu Hause und führt den Haushalt. Nur gelegentlich hat sie Phasen, in denen sie aus dieser Rolle ausbricht und – in den Augen der anderen – etwas völlig irrationales tut. In einigen wenigen Folgen ergreift Marge auch einen Beruf neben ihrer Tätigkeit im Haushalt.

Im Gegensatz zu Homer ist sie als moralische und bodenständige Person charakterisiert und bringt ihre Standpunkte immer wieder in Familiendiskussionen ein. Im Gegensatz zu Lisa argumentiert sie jedoch nicht von einem intellektuellen, sondern einem lebenspraktischen Standpunkt aus. Wenn Homer wieder eine seiner verrückten Ideen hat, ist Marge diejenige, die an mögliche Konsequenzen seines Handelns denkt und Homer bittet, sein Vorhaben aufzugeben. Zumeist gelingt es ihr allerdings nicht, ihn umzustimmen, was sie dann nicht selten mit ihrem charakteristischen Grummeln quittiert. In ihrem Auftreten gegenüber Homer als auch anderen Menschen ist sie ansonsten meist zurückhaltend und wenig selbstbewusst; doch in Themen, die ihr wichtig sind, kann sie auch durchaus zur Meinungsführerin werden. Marge hält die Familie zusammen und ist die erste Ansprechperson, wenn Probleme auftauchen.

Marge besuchte dieselbe Highschool wie Homer. Damals hatte sie noch lange glatte Haare und war eine überzeugte Feministin. Schon in ihrer Jugend interessierte sie sich für Kunst und Malerei. Sie hat deshalb auch Kunst studiert. Sie war das einzige Mädchen, das Homer etwas abgewinnen konnte. Trotz gelegentlicher Streitereien liebt Marge Homer immer noch wie am ersten Tag. In ihrer Jugend schwärmte Marge für Ringo Starr und malte Bilder von ihm. Sie ist zudem Fan von Tom Jones. Sie hat mehrere Bewunderer, unter anderem Artie Ziff, Mr. Burns, Disco Stu, Moe und den schönen Jaques und wird daher oftmals auch als sehr attraktive Frau beschrieben.

In der Novemberausgabe 2009 der US-Version des Playboys war sie Covergirl.[2] Das Cover wurde inspiriert von dem Coverfoto der Oktoberausgabe 1971 des Playboy, auf dem Darine Stern zu sehen ist. Marge als Covergirl war eine Aktion des Playboy anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Serie. Zudem war es ein Versuch der Betreiber des Magazins, wieder jüngere Leser zum Kauf zu animieren.

Bart Simpson

 

 

Bartholomew JoJo „Bart" Simpson ist eine fiktive Hauptfigur der Zeichentrickserie Die Simpsons und ein Mitglied der gleichnamigen Familie. In der Originalversion wird er von Nancy Cartwright synchronisiert, in der deutschsprachigen Version leiht ihm Sandra Schwittau ihre Stimme. Die Figur stammt von Zeichner Matt Groening, der sie im Auftrag von James L. Brooks entwarf. Bart ist mit zehn Jahren das älteste Kind und der einzige Sohn von Homer und Marge, außerdem ist er Lisas und Maggies Bruder. Seine Hauptcharakterzüge sind Ausgelassenheit, Rebellion und Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten. Zu Barts Markenzeichen gehören unter anderem der Tafelgag im Vorspann, sowie Sprüche wie „Friss meine Shorts" und „¡Ay, caramba!".

Lisa Simpson

Lisa Marie Simpson, im Original synchronisiert von Yeardley Smith und in der deutschen Fassung von Sabine Bohlmann, ist die hochbegabte achtjährige Tochter der Simpsons. Ihr Intelligenzquotient liegt über dem von 98 % der Bevölkerung, und zwar bei 159. Damit erreicht sie das Kriterium zur Mitgliedschaft bei Mensa und ist diesem Verein für Hochbegabte auch beigetreten. Sie repräsentiert die missverstandene Intellektuelle in der Familie. Lisa hat eine gelbe, zackenförmige Frisur, die ihren Oberkopf aus jeder Perspektive wie einen Stern aussehen lässt. Ihre Standardkleidung in der Serie ist ein rotes Kleid ohne Träger, das in Fransen endet, daneben trägt sie eine weiße Perlenkette als Halsschmuck.

Auch wenn sie intensiv lernt, steht Lisas schulischer Erfolg außer Frage. Zugleich ist diese Figur von den Autoren der Serie als frühreife Persönlichkeit mit starken moralischen Grundsätzen angelegt. Sie steht in starkem Kontrast zu ihren Altersgenossen durch einen großen Kritizismus.

Obwohl erst acht Jahre alt, engagiert sich Lisa schon stark politisch und ökologisch. So ist sie überzeugte Vegetarierin, Feministin und engagiert sich für Natur- und Tierschutz. Lisa ist im Gegensatz zum Rest der Familie auch welt- und gesellschaftspolitisch interessiert, mit demokratischer Grundhaltung. Nur manchmal neigt sie dazu, sich ihrem Umfeld anzupassen.

Im Allgemeinen zeigt Lisa ein weitgefächertes Interesse an Musik und nahezu allen kulturellen Themen. Seit der Episode Allein ihr fehlt der Glaube vollzieht Lisa außerdem die Wende zum Buddhismus.

Lisa liebt Jazzmusik und spielt selbst Baritonsaxofon. Außerdem ist sie Mitglied des Schulorchesters. Ihre Leidenschaft für Musik begann schon in jungen Jahren. Als Kompensation für eine (aufgrund finanzieller Probleme der Eltern) nicht mögliche Begabtenausbildung an einer Privatschule sollte Lisa musikalisch gefördert werden und durfte sich im Beisein ihres Vaters ein Instrument aussuchen. In den melancholischen Klängen des Jazz ertränkt sie ihre Trübseligkeit. Als sie in einer der älteren Folgen den virtuosen Jazz-Musiker Zahnfleischbluter-Murphy (der eine Schallplatte produzierte, die aber nicht erfolgreich war) begegnet, erlebt ihre Faszination für die Jazzmusik einen weiteren Aufschwung. Kurz vor seinem Tod erhält sie sein Saxophon. Ihre Liebe zum Saxophon zeigt sich auch dadurch, dass sie im Vorspann der Serie aus der Probe des Schulorchesters verwiesen wird, weil sie ein anderes Lied spielt als der Rest - Dieses Lied wechselt wie Barts Tafelsprüche von Folge zu Folge. Ihr Lieblingslied ist der „Genickbruch-Blues". Außerdem ist sie Fan von Josh Groban.

Lisa ist im Kern als ein tragischer Charakter angelegt. Ihre große Begabung wird konterkariert durch ein allgemeines Missverstehen von der Familie und der im Grundsatz dummen, amerikanischen Erwachsenenwelt von Springfield. Nur ein Bruchteil der Bürger Springfields denkt genauso, versteht und respektiert sie. Ihre kritischen Fragen werden unbefriedigend beantwortet, so wie man Kindern antwortet. In der Grundschule scheint sie kaum einen eigenen engeren Freundeskreis zu besitzen. In vielen Folgen spricht sie von Einsamkeit und zeigt sich melancholisch. Nur in wenigen Folgen werden engere Beziehungen zu Gleichaltrigen thematisiert, so verliebt sie sich etwa in den Rowdy Nelson, was überraschend ist, da er Lisa intellektuell deutlich unterlegen ist. Milhouse van Houten ist in Lisa verliebt und zeigt ihr das auch, allerdings lässt sie das kalt. Nur in seinen Träumen hat er Lisa für sich.

Zu Lisas Frühreife kontrastieren einige originär kindliche Charakterzüge. So ist es etwa einer ihrer größten Wünsche, ein eigenes Pony zu besitzen. Ebenfalls hat sie eine Vorliebe für „Malibu-Stacy"-Puppen. Genauso wie Bart ist sie Fan der gewaltverherrlichenden Kinderserie Itchy & Scratchy.

Auch in der Familie nimmt Lisa meist eine Außenseiterrolle ein. Sie scheint keine echte Verbindung zu ihrem Vater zu besitzen, dennoch bemüht sie sich immer wieder, seine Aufmerksamkeit zu erregen und Zuneigung zu gewinnen. Anderseits hilft sie Homer oft mit ihren altklugen Ratschlägen, wenn er in der Klemme steckt. Diese beiden Charaktere könnten gegensätzlicher kaum sein.

Bart und Lisa haben wenige Gemeinsamkeiten. Im Gegensatz zu Bart engagiert Lisa sich für die Schule und betreibt ihre Interessen ernsthaft. Sie kann mit Barts Unreife in der Regel wenig anfangen und lässt ihn das auch spüren. Lisa fühlt sich ihrem Bruder intellektuell überlegen, während dieser versucht, seinen altersmäßigen Vorsprung auszuspielen. Streit zwischen den Geschwistern ist ein häufiges Thema innerhalb der Serie. Andererseits kann es dennoch vorkommen, dass die beiden sich sehr gut verstehen, wenn es um etwas geht, was beide interessiert, wie etwa Barts Scherzanrufe bei Moe oder die von beiden geliebten Zeichentrickserie Itchy & Scratchy. Außerdem war „Bart" Lisas erstes Wort.

Die einzige Person in ihrer Familie, zu der Lisa eine etwas engere Beziehung aufbaut, ist ihre Mutter Marge. Doch Lisa kann mit der ihr vorgelebten Hausfrauenrolle nichts anfangen. Marge kann Lisas Begabung intellektuell nichts entgegensetzen und behandelt sie deshalb meist wie ein kleines Kind.

Maggie Simpson

Margaret „Maggie" Simpson (Originalsprecherin: Nancy Cartwright, dt. Spr.: Sabine Bohlmann) ist das jüngste Mitglied der Familie Simpson. Ihr Alter variiert je nach Episode zwischen ein und zwei Jahren. Maggie hat eine ähnliche Zackenfrisur wie ihre Schwester, nur befindet sich bei ihr ein Haarschleifchen über der Stirn. Sie trägt den ganzen Tag über einen Schlafsack-Strampelanzug. Allerdings trägt sie in den Folgen, die im Winter oder in Skigebieten spielen, einen Anzug, der aussieht wie ein Stern, mit dem sie aber auch nicht viel besser laufen kann. Außer dem saugenden Geräusch des Schnullers ist von ihr nicht viel zu hören. Ihr erstes Wort war „Daddy" (Am Anfang war das Wort, im Original gesprochen von Elizabeth Taylor). In der Folge Bei Simpsons stimmt was nicht sagt sie auf der Autofahrt zur Taufe zu Ned Flanders: „Daddily-Doodily", was Lisa und Bart sichtlich erschreckt, obwohl sie auch mehrere Male in der Phantasie von anderen oder in Halloween-Folgen gesprochen hat (Beispiel aus Barts Fantasie: „Du bist schuld, dass ich nicht sprechen kann."). Auch im Abspann des Simpsons Kinofilm spricht das Baby das englische Wort „sequel" bzw. in der deutschen Synchronfassung „Fortsetzung". Maggies Schweigsamkeit war lange Zeit ein feststehender Fakt der Serie. Selbst in Folgen, die in der Zukunft spielen, ist von Maggie als Teenager durch verschiedene Zufälle kein Wort zu hören. Sie hat einen Erzfeind, Gerald, „das Baby mit nur einer Augenbraue" (Monobraue). Bei seinen Auftritten wird er häufig in einem Kinderwagen an dem Haus der Simpsons vorbeigeschoben.

Oft hat sie „erwachsene Züge", weil sie genau versteht, was von den Erwachsenen gesagt wird und dementsprechend reagiert. Wie „erwachsen" sie ist, wird schon im Vorspann deutlich, als sie neben ihrer Mutter auf dem Beifahrersitz im Auto sitzt und so tut, als würde sie selber den Wagen steuern.

Das Verhältnis zu Homer scheint gestört zu sein: Er vergisst öfter ihren Namen („Oh, das Baby"/„das andere Kind"), auch sie scheint sich nicht sehr für ihn zu interessieren. Als Homer Maggie das Schwimmen beibringen wollte, aber selbst zu ertrinken droht, rettet sie ihn mit übernatürlichen Kräften, die nur die Liebe bewirken kann, aus dem Wasser. Marge dagegen hat zu Maggie ein innigeres Verhältnis als zu den anderen Kindern und kümmert sich besonders gerne um sie. Schon nach kürzester Zeit vermisst Maggie ihre Mutter und deren Turmfrisur. Nach unfreiwilliger Abwesenheit von Marge geht Maggie sogar selbst auf die Suche nach ihr. Zum Ende der Folge Bei Simpsons stimmt was nicht rennt Maggie trotz gelungener Umpolung durch die christliche Nachbarsfamilie Flanders glücklich auf Marge zu, als sie sie erblickt.

Zu ihrem Bruder hat Maggie kein besonderes Verhältnis. So liebt sie zum Beispiel den Fernseher mehr als Bart.

Maggie scheint, wie die meisten weiblichen Simpsons, sehr intelligent zu sein. Genau wie Lisa kann sie Saxophon spielen und versteht Handzeichen Lisas, was in der Folge Klug & Klüger sichtbar wird. Auch weiß sie zum Beispiel schon, was eine Biedermeier-Anrichte ist, kann mit ihren Spielzeugklötzchen die Worte Eis, Reis, Preis oder auch die Formel E = mc² legen und ihren eigenen Namen auf ihrem „Etch-A-Sketch" schreiben. Außerdem ist sie in der Lage, auf ihrem Baby-Xylophon Tschaikowski zu spielen.

In einigen Folgen ist außerdem ihre Liebe zu Schusswaffen zu sehen. Angefangen in der Folge Wer erschoss Mr. Burns? Teil 1&2, in der sie Mr. Burns mit seiner eigenen Waffe anschießt. Eigentlich ist es ein Unfall. Mr. Burns will der im Auto sitzenden Maggie den Lutscher klauen. Als er sich in das Auto hineinbeugt, fällt seine Pistole aus dem Halfter. Die Pistole fällt in Maggies Schoß und ein Schuss löst sich. Auch in der Folge Sicherheitsdienst „Springshield", als der Mafioso „Fat Tony" damit droht, Homer umzubringen, rettet sie diesem das Leben, indem sie jeden der Mafiosi mit einem Gewehr niederschießt. Im Special zur 138. Folge wird im Vorspann, wenn Maggie gescannt wird, die Kassenanzeige scherzhaft mit „NRA4EVER" (zu deutsch: „NRA für immer") angegeben, womit die US-amerikanische Waffenlobby NRA gemeint ist. An derselben Stelle wird sonst ein Preis von 847,63 $ angezeigt, was angeblich dem Betrag entspricht, den man 1989 (dem Produktionsdatum der ersten Staffel) in den USA durchschnittlich pro Monat für ein Kleinkind ausgeben musste.

Maggie fällt häufig hin und lutscht an ihrem Schnuller, in den ersten Folgen wurden diese Running Gags sehr oft verwendet. So fiel Maggie früher zu jeder Gelegenheit hin und nuckelte auch während der Dialoge an ihrem Schnuller, was durch entsprechende Geräusche verstärkt wurde. Allerdings wurde dies als störend empfunden und in späteren Folgen entfernt, so dass Maggie nur noch außerhalb der Dialoge nuckelte.

Abraham Jebediah „Abe" Simpson

Abraham Jebediah Simpson, ursprünglich synchronisiert von Walter Reichelt, später von Ulrich Bernsdorff, Horst Raspe und Michael Rüth, ist der Vater von Homer. Er wohnt im Altersheim von Springfield, in dem er auch den Großteil seiner Freizeit verbringt. Abe ist befreundet mit Jasper, streitet sich aber auch oft mit ihm. Er ist ziemlich verkalkt und Zeuge des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Seine Kriegserzählungen widersprechen sich jedoch gelegentlich: In einer Episode ist er 1944 während der Ardennen-Offensive Sergeant der fliegenden Höllenfische und hätte sogar fast Adolf Hitler getötet, in einer anderen Folge behauptet er, er wäre 1943 mit dem Fallschirm über Düsseldorf abgesprungen und hätte sich bis Kriegsende als Kabarettsängerin verkleidet durchgeschlagen. In einer weiteren Episode wiederum wird er als Marineflieger im Pazifikkrieg eingesetzt. In der Folge Das literarische Duett erzählt er, dass er ein Attentat auf Hitler verhindert und später mit ihm zu Abend gegessen hat. Wegen seiner exzellenten Fehlleistungen im Umgang mit Minen wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Einmal hatte er eine kurze Nacht mit einer Prostituierten, wobei – zu beider Entsetzen – ein Sohn herauskam.

Mitte der 1960er heiratete er Homers Mutter Mona Simpson. Nach dem Verschwinden seiner Frau ging es mit ihm finanziell zu Ende. Damals hauste er in einer verdreckten Bude mit schmutzigem Lüftungsschacht. Er erzählt immer – zumeist frei erfundene – Anekdoten, die niemand hören will. Allerdings schläft er oft schon nach dem zweiten Satz im Stehen ein. Er ist bei dem Rest der Simpson-Sippe besonders dann beliebt, wenn es um finanzielle Hilfe und Erbschaften geht, wird aber meist sogar aktiv von den Familienmitgliedern ignoriert. Obwohl er öfters den Kontakt zu seinem Sohn sucht, was zumeist misslingt, ist er später viel zu stolz, um „mögliche" väterliche Gefühle zuzugeben. Als einmal wegen Homer jedoch seine Nieren explodierten, bekam er von diesem nicht ganz freiwillig eine neue.

Bei einem Besuch in England erfährt er, dass er eine Tochter namens Abbie hat. Seinen Sohn Herbert lernt er hingegen durch unglückliche Zufälle nie kennen. Sein Alter, laut Marge: „Das weiß nur Gott!". In der Folge Corrida de Toro, in der Grampa Simpson Stierkämpfer wird, erzählt er Lisa, er sei 83 Jahre alt. Dies widerspricht sich jedoch mit anderen Folgen, nach denen er mindestens das Alter von Montgomery Burns hat.

Homers Vater tauchte relativ früh auf, war aber anfangs noch namenlos und wurde in den ersten beiden Staffeln immer Grampa gerufen.

Patty Bouvier

?Patty Bouvier, in Staffel Eins synchronisiert von Gudrun Vaupel, bis zur Mitte der 17. Staffel synchronisiert von Elisabeth Volkmann, danach von Angelika Bender, ist eine der beiden älteren Schwestern von Marge Simpson. Sie ist 41 Jahre alt, aber genau zwei Minuten jünger als Selma. Sie arbeitet mit ihrer Schwester Selma in der Führerschein-Zulassungsstelle von Springfield. Anhand ihrer dreieckigen Ohrringe, dem nicht geteilten Haar und den runden Perlen ihrer Halskette ist sie von ihrer Schwester zu unterscheiden. Außerdem ist sie wie Selma Kettenraucherin und liebt MacGyver aus der gleichnamigen Fernsehserie.

Einmal hätte sie fast den Schuldirektor Skinner geheiratet, doch aus Liebe zu ihrer Schwester tat sie es nicht. In der 16. Staffel outete sich Patty als lesbisch. Marge war davon irritiert, aber Patty meinte, man hätte dies vom Weltraum aus sehen können. Auch vorher hat es für den Zuschauer Hinweise gegeben. Auf einer Parade der Schwulen und Lesben war aus einem Schrank ihre krächzige Stimme zu hören, und in einem Halloween-Special meint sie, als sie Homer nackt durchs Haus laufen sieht, dass damit der letzte Rest ihrer Heterosexualität verlorengegangen sei. Die Episode Drum prüfe, wer sich ewig bindet, in der sie ihre Freundin Veronica heiraten will, sich aber herausstellt, dass diese in Wirklichkeit ein Mann ist, war eine Anspielung auf den Kleinkrieg um die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen, unter anderem in San Francisco. Sie löste in den USA bei der religiösen Rechten („Religious Right") große Empörung aus, da sie, wie alle Folgen, im Vorabendprogramm für Kinder lief. Wie auch ihre Zwillingsschwester Selma hegt sie eine Abneigung gegenüber Homer, der von beiden Schwestern als unpassender Ehemann für ihre Schwester Marge empfunden wird. Immer wieder kommt es daher zu Streit zwischen Homer und den Zwillingsschwestern, der in der Regel stattfindet, wenn die Schwestern zu Besuch sind. Allerdings sind dies seltener offene Auseinandersetzungen als vielmehr außerhalb der Hörweite vom Homer bzw. den Schwestern geäußerte Beleidigungen. Insbesondere werden dabei auch Anspielungen auf die Beleibtheit von Homer oder auch der Schwestern gemacht, die selber nicht sehr schlank sind.

Wie auch ihre Schwester Selma wird in einigen Folgen ihre stellenweise Unattraktivität hervorgehoben, so etwa durch stark behaarte Beine, Beleibtheit und die Notwendigkeit eines Mitesser-Entferners.

Selma Bouvier Terwilliger-Hutz-McClure-Stu-Simpson

?Selma Bouvier, in Staffel Eins synchronisiert von Ursula Mellin, bis zur Mitte der 17. Staffel synchronisiert von Elisabeth Volkmann, danach von Angelika Bender, ist die Zwillingsschwester von Patty, arbeitet ebenfalls in der Führerschein-Zulassungsstelle und ist Kettenraucherin. Im Gegensatz zu Patty hatte Selma schon viele Affären und war unter anderem mit Troy McClure und Sideshow Bob (Bob Terwilliger) verheiratet. Ihre Ehe mit Disco Stu wurde von Papst Johannes Paul II. annulliert. In derselben Folge erwähnt sie auch, viermal verheiratet gewesen zu sein. Dass sie auch den Namen „Hutz" im Nachnamen trägt, lässt darauf schließen, dass der windige Rechtsanwalt Lionel Hutz ihr zweiter Ehemann (vor Troy McClure und Disco Stu) gewesen sein muss. In Ein unmögliches Paar heiratet sie (zum insgesamt fünften Mal) Homers Vater Abe, sie ließen sich jedoch wenig später wieder scheiden und behält dennoch den Namen „Simpson". Außerdem hatte sie eine Affäre mit Artie Ziff, einem High-School-Verehrer ihrer Schwester Marge.

Sie weigerte sich in einer weiteren Folge, den Kwik-E-Mart-Betreiber Apu zu heiraten, da ihr sein Nachname zu lang war, um ihn zu ihrem hinzuzufügen. Anhand ihrer S-förmigen Ohrringe, ihrem geteilten Haar, den ovalen Perlen ihrer Halskette und der Farbe ihres Kleides ist sie von ihrer Schwester zu unterscheiden. Selma hält sich einen alten Leguan namens Jub-Jub als Haustier und adoptierte in der 16. Staffel ein Baby aus China. Auch sie ist ganz fasziniert von MacGyver - auf ihn lassen beide nichts kommen.

Jacqueline „Jackie" Bouvier

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Jacqueline „Jackie" Bouvier, ursprünglich synchronisiert von Elisabeth Volkmann und Eva Maria Lahl, ist die Mutter von Marge Simpson sowie von Patty und von Selma Bouvier. Ihr Ehemann Clancy ist bei einer Achterbahnfahrt ums Leben gekommen. Sie ist sehr enttäuscht von Marge, meistens schlecht gelaunt und trägt ebenfalls eine Turmfrisur, die allerdings grau und nicht blau ist. (Der Name ist wohl eine Anspielung auf die Frau John F. Kennedys, Jacqueline „Jackie" Lee Bouvier). Sie hatte einmal ein Verhältnis mit Homers Vater und war mit „Monty" Burns verlobt (zu einer Hochzeit kam es nie).

Clancy Bouvier

Clancy Bouvier ist der Ehemann von Jacqueline Bouvier und Vater von Marge Simpson. Seinen ersten Auftritt in der Serie hat er im Laufe der Episode "Wie alles begann". Er nimmt Homer im Beisein seiner Familie mit Ausnahme von Marge, die sich auf den Abschlussball, zu dem Homer sie abholen möchte, obwohl sie sich zwischenzeitlich für Artie Ziff als Begleiter entschieden hat, unter die Lupe. In dieser Szene werden zweierlei Dinge deutlich. Zum einen scheint das misstrauische Stöhnen der weiblichen Familienmitglieder wie Marge und ihrer Schwestern auf ihn zurückzuführen zu sein, da er es, wenn auch eher zustimmend tonangebend ansetzt, worauf Patty und Selma dieses wiederholen. Zum anderen scheint er Homer – im Gegensatz zu den weiblichen Mitgliedern seiner Familie – eher wohlgesinnt zu sein, was aus seinen – wenn auch kurzen – Textpassagen hervorgeht: "Wissen Sie, normalerweise sehe ich mir die Freunde von Marge genauer an", "Als dieser Simpson aufgetaucht ist, habe ich gedacht, ich traue meinen Augen nicht" woraufhin Marges Mutter kontert: "Jetzt hör schon auf! Sie ist mit dem richtigen ausgegangen". Einen weiteren Auftritt hat er in der Episode "Angst vorm Fliegen" in einer Rückblende aus Marges Perspektive, die ca. 28 Jahre vor dem status quo der Serie angesiedelt ist (Marge war noch ein Kind). Sein optisches Erscheinungsbild in den beiden Episoden weicht stark voneinander ab. Während er in der Episode "Wie alles begann" rötliches volles Haar hat und eher beleibt ist, hat er in der Episode "Angst vorm Fliegen" blaue Haare und ausgeprägte Geheimratsecken und ist ziemlich schlank. In den Simpsons-Comics hingegen sind seine Haare braun. Marge glaubte stets, ihr Vater sei Pilot, doch als sie ihm in das Flugzeug nachlief, das er bestieg, fand sie heraus, dass ihr Vater lediglich Steward an Bord der Maschine war. Marge schämte sich für den Beruf ihres Vater so sehr, dass sie in späteren Jahren Flugangst entwickelte. Außerdem erwähnt Marge in einer anderen Episode, ihr Vater sei Kinderfotograf gewesen und hätte durch ausgiebiges Fluchen beinahe seinen Job verloren. Clancy wird allgemein nur sehr selten erwähnt und kam laut einem Comic aus der Heftserie Simpsons Illustrated bei einer Achterbahnfahrt ums Leben.

Herbert „Herb" Powell

?Herbert Powell, synchronisiert von Norbert Gastell, ist der Halbbruder von Homer Simpson und Sohn von Abraham Simpson und einer Prostituierten. Seine Eltern gaben das Kind im Waisenhaus von Shelbyville ab. Herbert wurde danach von einer Familie namens Powell adoptiert. Als Homer die Nachricht bekam, dass er einen Halbbruder hat, begann er, ihn zu suchen. Bald fand Homer die Adresse heraus und besuchte ihn in Detroit. Herbert war Chef eines Automobilunternehmens. Nachdem er entschied, Homer einen „Durchschnittsbürger-Wagen" bauen zu lassen und dieses Projekt scheiterte, wurde Herbert arm und obdachlos, da er in das Projekt sein gesamtes Vermögen investiert hatte.

In einer späteren Episode kam er jedoch zurück: Als Homer 2000 Dollar gewann, stand Herbert in der Tür und schlug vor, ein neues Projekt zu starten, für das er Homers Geld benötigte. Da Homers Familie ihm noch etwas schuldig war, gaben sie ihm das Geld. Er erfand einen „Babydolmetscher", der ihm so viel Geld einbrachte, dass er wieder zum Millionär wurde. Homer und Herbert sehen fast gleich aus, außer dass Herbert noch seine braunen Haare hat und schlanker ist.

Im Unterschied zu Homer kümmert er sich besonders liebevoll und aufopfernd um Maggie. Seine Adoptiveltern scheinen ihm nicht viel zu bedeuten.

Mona Simpson †

Mona J. Simpson, synchronisiert von Inge Solbrig, ist die Mutter von Homer Simpson und Ehefrau von Abraham Simpson. In den sechziger Jahren bekam sie Kontakt zur Hippie-Bewegung und musste nach ihrer Beteiligung an einem Anschlag auf Mr. Burns' Labor für biologische Waffen untertauchen. Abraham erzählte Homer, der ja noch sehr klein war, seine Mutter sei tot. Als Homer fälschlicherweise für tot erklärt wurde, kam Mona nach Springfield, um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Dort trifft er sie wieder und erfährt somit, dass seine Mutter noch lebt. Allerdings taucht Mona bald wieder unter, da sie von der Polizei gesucht wird. Sie tritt aber in späteren Episoden wieder auf. Auf der Flucht vor der Polizei hatte sie die Decknamen Mona Stevens, Martha Stewart, Penelope Olsen und Muddie Mae Suggins. Sie liebt ihren Mann schon lange nicht mehr.

In der Folge Mona Leaves-a (der dritte Episodentitel mit einem Mona Lisa-Wortspiel; deutscher Titel: "Lebwohl, Mona!") stirbt sie. In ihrem Video-Testament fordert sie Homer auf, ihre Asche auf einem bestimmten Berg zu einer ganz bestimmten Uhrzeit im Wind zu verstreuen. Durch diesen letzten post mortem Protestakt (ausgeführt durch die Simpsons) zerstört Mona das Computersystem, mit dem Mr. Burns radioaktiven Abfall per Rakete im Amazonas-Regenwald entsorgen wollte.

Abbie

?Abbie ist die englische Halbschwester von Homer und zugleich sein weibliches Ebenbild (Körperbau, Gesicht, Stimme, Vorliebe für Speck). Ihre Mutter ist die Engländerin Edvina, mit welcher Abe Simpson in der Nacht vor dem D-Day ein Rendezvous hatte. Sie tritt nur kurz in der Folge Die Queen ist nicht erfreut auf.

 

 

Maude Flanders

Maude Flanders, ursprünglich synchronisiert von Michaela Amler und später von Manuela Renard, war die brünette Ehefrau von Ned Flanders und Mutter von Rod und Todd. Sie war, wie ihr Ehemann, sehr religiös. Maude unterstützte ihren Ned tatkräftig bei der Etablierung seines Ladens für Linkshänder, das Linkshändrium (engl. The Leftorium). Maude Flanders kam durch einen Unfall an einer Rennstrecke ums Leben: Sie fiel von der letzten Reihe einer Zuschauertribüne, weil sie einige T-Shirts, die aus Kanonen geschossen wurden, trafen. Eigentlich wurden die T-Shirts Homer Simpson zugeschossen, der danach gerufen hatte, doch er fand eine Haarspange auf dem Boden und bückte sich. Zusätzlich hatte Homer seinen Wagen so geparkt, dass der Rettungswagen nicht zu ihr fahren konnte, was eine mögliche Wiederbelebung verhinderte. Nach ihrem Tod trauerte Ned noch lange.

Hintergrund für Maudes Serientod waren Streitigkeiten über das Gehalt der Originalsprecherin, die ihre Reisekosten zwischen ihrem Wohnort (Denver) und den Aufnahmestudios in Los Angeles vergütet haben wollte.

Ned Flanders

Nedward „Ned" Flanders, synchronisiert von Ulrich Frank, ist Witwer von Maude Flanders, Vater von Rod und Todd und Nachbar der Simpsons. Ned lebt als sehr frommer Christ in Springfield. Ned spendet oft für wohltätige Zwecke, ist aktives Mitglied der Kirchengemeinde und Republikaner. Da er ständig beim Pastor anruft und Fragen stellt (der Reverend ist bei seinen Notrufnummern gespeichert), geht er sogar ihm auf die Nerven („Reverend, ich … ich glaube, ich begehre meine eigene Frau"). Ned ist Inhaber eines Ladens, in dem Artikel für Linkshänder angeboten werden – dem Leftorium, in der deutschen Synchronisation Linkshändrium genannt. Vorher arbeitete er zehn Jahre lang in der pharmazeutischen Industrie. Zudem betreibt er in einer Folge einen Internetversand unter dem Namen Flancrest Enterprises. Er besitzt keine Versicherung auf sein Haus, da er das für eine Art Glücksspiel hält, was ihm in der Folge Der total verrückte Ned zum Verhängnis wird: In dieser Episode wird das Haus der Flanders durch einen Hurrikan komplett zerstört.

Neds Alter variiert: In der Folge Der total verrückte Ned ist Ned um die 30. Das erschließt sich daraus, dass Dr. Foster, der Ned in dieser Episode in einer Nervenheilanstalt behandelt hat, erwähnt, Ned bereits als Kleinkind behandelt zu haben. Damals wurde Flanders 18 Monate lang der Hintern versohlt. Seit dieser unüblichen Therapie unterdrückt er jede Art von Wut. An Stelle seiner Wutausbrüche treten sinnlose Interjektionen wie „Ihr könnt eure Ding-Dudeldi Uhr danach stellen!" oder „Sei nicht so Fridely-frech zu mir!" auf. Seit dieser Folge kann Ned seine Wut wieder zeigen und ist etwas verrückt geworden.

In der Episode Wir fahr’n nach… Vegas wird Ned als 60-jähriger beschrieben. In dieser Folge beschließt Ned außerdem kurzfristig, ein aufregenderes Leben zu führen, und engagiert Homer Simpson als Berater, der ihm dazu verhelfen soll, sein Leben zu ändern. Daraufhin machen sich beide auf nach Las Vegas, wo sie nach einer durchzechten Nacht zu ihrem Entsetzen feststellen müssen, dass sie zwei wildfremde Frauen geheiratet haben, vor denen sie dann fliehen.

Ned ist ein extremer Beatles-Fan („Die sind besser als Jesus!") und besitzt einen Raum voller Fan-Artikel. Später wird der Raum von Bart und Milhouse zerstört, als sie in sein Haus einbrechen und alles verwüsten.

Ned Flanders wird in vielen Punkten als extremer Gegensatz zu Homer dargestellt, was in diesem oft auch Neid und Hass weckt. So ist Flanders recht wohlhabend und besitzt etwa einen Hobbykeller mit allerlei Finessen wie etwa einem Zapfschrank und einem Billardtisch und weitere teure Dinge, die sich die Simpsons nicht leisten können. Beispielsweise mäht er seinen Rasen mit einem Benzinrasenmäher genau zu dem Zeitpunkt, wo sich Homer mit seinem handbetriebenen Rasenmäher herumärgert. Ned lässt sich im Gegensatz zu Homer fast alles gefallen und flucht anders als dieser so gut wie nie. In einigen Folgen sieht man Ned auch mit durchtrainiertem Körper im starken Kontrast zu Homer. Außerdem ist er als Parodie auf christliche Fundamentalisten in den USA angelegt.

Dabei hat sich die Figur erst im Laufe der Serie entwickelt. Während Ned in den ersten Folgen als relativ „normaler" Nachbar auftritt, wird er immer religiöser und sein Charakter nimmt immer seltsamere Züge an. Während er Homer in einer der ersten Folgen mit „Hallo, Simpson" oder „Grüß Gott, Nachbar" begrüßt, sagt er später: „Hey-Didelldi-Doo, Homerchen/Nachbarino"

Seinen beiden Söhnen verbietet er, Uno zu spielen, weil Flanders Uno als Einstiegsspiel für Poker ansieht.

Obwohl Homer ihn erkennbar nur ausnutzt, bemüht er sich unermüdlich um ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn. Homer hat sogar einmal eine Hasshymne auf ihn geschrieben, die ein nationaler Hit wurde. Flanders summt die Melodie des Liedes später in der Folge sogar selbst und hört es sich im Radio an. Homer kann Ned nicht ausstehen (häufige Aussage von ihm: „dämlicher Flanders"), aber als er ihn vertreibt und in seinem Haus ein Schläger einzieht, vermisst Homer Flanders und tut alles, um ihn zurückzuholen. Allerdings ist Homer in einigen Folgen auch um Neds Freundschaft bemüht, wobei Ned ihn dabei wiederum als zu aufdringlich empfindet. Zu einem der Running Gags gehört, dass die Simpsons vieles in ihrem Haushalt wie einen Fernsehtisch von Flanders geliehen haben, wobei viele dieser Dinge auch mit der Aufschrift „Property of Ned Flanders" (Eigentum von Ned Flanders) gekennzeichnet sind. Zwar fragt Ned ab und an wegen dieser Dinge nach, kann sich aber nie dazu durchringen, sie zurückzufordern und wird wegen seiner zögerlichen Art daher auch immer wieder aufs Neue vertröstet.

Flanders Eltern waren (wie in zahlreichen Episoden gezeigt wird) Beatniks und lebten während seiner Kindheit mit ihm in Manhattan (New York).

Rod Flanders

Rodney Flanders, ursprünglich synchronisiert von Beate Pfeiffer und Natascha Geisler und später von Caroline Combrinck, ist eines der beiden Kinder der Flanders, meistens der Größere. Er ist dennoch der Jüngere der beiden.[17] Er leidet an Asthma und Diabetes. Wie sein Bruder ist er sehr kirchentreu.

In der Folge Barts Blick in die Zukunft sieht man Rod und Todd als homosexuelle Tischler im Garten. Ned sagt dazu zu Bart (als dieser ihn um Geld bittet): „Aber nur, weil du Rod und Todd nicht geoutet hast". In der Folge Eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte (nach Dickens' A Christmas Carol) sagt der Größere von beiden: „Ich bin eifersüchtig, weil die Mädchen Kleider tragen dürfen". Auch beobachten er und sein Bruder die Simpsons beim Duschen, als sie aufgrund eines Problems (eine Motorradgang hat ihr Haus besetzt) im Garten wohnen müssen. Im Himmel blickt Maude auf ihn herab und Bob Hope bezeichnet ihn als „Tunte". Aber als Ned und seine Söhne in einer Folge für kurze Zeit umziehen (Homer hat sie vertrieben) sagt Rod – als Ned beschließt, dass sie heimkehren: „Aber ich habe eine Freundin!" – „Dann hast du jetzt eine Brieffreundin.

Todd Flanders

Todd Flanders, ursprünglich synchronisiert von Natascha Geisler und Beate Pfeiffer und später von Caroline Combrinck und Timo Link, ist ebenfalls eines der beiden Kinder der Flanders. In den meisten Folgen ist er der Kleinere der beiden, jedoch sind die Produzenten im Laufe der Zeit selbst durcheinander gekommen. Todd ist aber älter als sein Bruder Rod.[17] Bei beiden wird einige Male auf eine Art Glaubenskrankheit angespielt. Die beiden Kinder lassen sich als Gutenachtgeschichte von Ned Passagen aus der Bibel erzählen. Auch sind beide aus religiösen Gründen nicht gegen Grippe geimpft und bekommen die Augen mit Seife gewaschen, wenn sie etwas Obszönes sehen („Dass es brennt, heißt Liebe").

Chief Clancy Wiggum

Clancy Wiggum, ursprünglich synchronisiert von Michael Habeck (Staffel 2 und 3), später von Gernot Duda und jetzt von Thomas Rau, ist der Polizeichef der Stadt Springfield. Seine Kollegen bei der Polizei sind Lou und Eddie. Wiggum ist äußerst dick und erscheint öfters inkompetent – anstatt sich um eingehende Notrufe zu kümmern, macht er lieber Pause. Andererseits ist er in anderen Episoden und Situationen schnell und tatkräftig zur Stelle, sodass er als Polizeibeamter nicht ausschließlich schlecht zu beurteilen ist. Es wird angedeutet, dass er seinen Beruf vom letzten Polizeichief bekommen hat, da Homer dies macht, als er den Beruf hat und Wiggum sagt:„Komisch, so hab ich ihn auch das letzte mal gekriegt!". In seiner Jugend litt er an Asthma, aber Mona Simpson „heilte" ihn durch die gasförmigen Antibiotika, die während ihres Anschlags auf Mr. Burns' Biowaffenlabor, welches verschiedene Bakterienkulturen wie u. a. Milzbrand enthielt, freigesetzt wurden. Er ähnelt in seinem Äußeren einem Schwein, was eine Anspielung auf das in den USA besonders während der Bürgerrechtsbewegung gebräuchliche Schimpfwort pig für Polizisten ist. Er hat einen Sohn, der es trotz seiner Dummheit in die zweite Klasse geschafft hat – Ralph Wiggum – und ist verheiratet mit Sarah Wiggum. Sein Vater war Iggy Wiggum, der bereits verstorben ist.

 

In seinem ganzen Leben hat er bisher nur drei Kriminalfälle gelöst. Der erste Fall war eine Folge von Columbo, in der er sich die Lösung vom Anfang bis zum Ende merken musste, was er als sehr anstrengend empfand. Der zweite Fall war die von Bart vorgetäuschte Entführung, für die Kirk van Houten ins Gefängnis musste. Der dritte Fall war, als er bei der Bank in Springfield sein Kleingeld einbezahlen wollte, welche gerade von Snake ausgeraubt wurde, und diesem durch einen glücklichen Zufall Wiggums Kasse auf den Kopf fällt und er bewusstlos wird und deshalb verhaftet werden kann, allerdings von Eddie und Lou.

Chief Wiggum ist wohl latent homosexuell, worauf einige Male angespielt wird. So zum Beispiel, als er auf einem Stelldichein-Bewerbungsvideo von Ned Flanders meinte, er würde sich sofort in ihn verlieben, wenn er eine Frau wäre, und er sehe „richtig zum Knutschen aus". Zudem scheint sich Wiggum gerne heimlich als Frau zu verkleiden und zu schminken; so observiert er beispielsweise als Frau verkleidet verdächtige Leute. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Anspielung auf den ersten Direktor der amerikanischen Bundespolizei FBI, J. Edgar Hoover, dem Transvestitismus und Homosexualität nachgesagt wurden. Allerdings besucht er auch den Amüsierbetrieb (gleich zweimal) und ist also zumindest bisexuell.

Sein Alter widerspricht sich oft: In der Folge Wer ist Mona Simpson? ist er in den 1970ern bereits ein Jugendlicher, als Homer noch ein Kleinkind war, in der Episode Die erste Liebe sind Homer, Bürgermeister Quimby und er jedoch gleichalt (im Jungencamp).

Im Vorspann von „Ein Auge auf Springfield" („Eye on Springfield") nimmt er Geld entgegen, was zu der angedeuteten Korruptheit von Wiggum passt.

Eddie

 

In den ersten Episoden hatte es den Anschein, Eddie, synchronisiert von Peter Musäus, sei der „wichtigere" Polizist, aber später tritt er sehr in den Hintergrund. So wird zum Beispiel in der Episode Pranksta Rap Lou vom Sergeant zum Polizeichef befördert und Eddie vom „Eddie" zum Sergeant. Auf die Frage, was denn jetzt mit Eddies Posten passiere, antwortet Wiggum mit „Wir brauchen keinen Eddie!". Des Weiteren scheint Eddie ähnlich inkompetent zu sein wie Chief Wiggum, zumindest zeigt er sein Wissen nicht so sehr wie Lou.

 

Lou

 

Lou, ursprünglich synchronisiert von Ivar Combrinck und später von Ulf-Jürgen Wagner war nach eigenen Angaben einmal verheiratet mit einer Frau namens Amy. In der Folge Am Anfang war die Schreiraupe gibt sein Polizeikollege Eddie an, Lou und er hätten keine Nachnamen („Wir haben keine, wir sind wie Cher.").

 

Lou ist der wohl fähigste Polizist in Springfield. Häufig hinterfragt er Chief Wiggums meist dämliche Vorschläge und Schlussfolgerungen kritisch, dieser lässt ihn jedoch selten ausreden („Ähhh… Chief…" – „Ach, papperlapapp, sei still, Lou.").

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